Warum läufst Du? – Blogparaden-Interview

Warum läufst Du? Ich laufe gefühlt schon immer und ich laufe mal mehr und mal weniger. Aber eine gezielte Antwort darauf ist gar nicht so einfach …

Warum läufst Du?

Urlaubszeit ist auch die Zeit, neben dem Tagesgeschäft und den privaten Dingen, die mittlerweile auch immer mehr termingetrieben sind, den Blick zu heben und zu schauen, was sonst so auf der Welt passiert.

Und bei meinem ersten Blick seit Monaten in meine abonnierten Feeds, stolpere ich doch über eine schöne Frage auf Eddy‘s Blogparade: „Warum läufst Du?“

Ja ich laufe. Ich laufe gefühlt schon immer und ich laufe mal mehr und mal weniger. Aber eine gezielte Antwort ist gar nicht so einfach. Spontan würde ich sagen: „Ich laufe, weil es mir gut tut.“

Weil damit der Post schon zu Ende wäre und es auch ein ziemlich langweiliger Schluss wäre, will ich mich doch dem Interview von Eddy stellen.

Vielleicht kommt ja was interessantes dabei heraus. 🙂

Frage 1) Warum läufst Du?

Wie gesagt … Es tut mir gut. Aber wie tut es mir gut? Vielleicht ist es das, was man Momente der Glückseligkeit nennt.

„Boahh!!!“ – wirst Du Dir jetzt denken. Glückseligkeit – so was nimmt man doch in den Zeiten weltweiten Wirren und der Geld-ist-Glück Diskussionen nicht in den Mund!

OK … Ich könnte auch sagen: Laufen ist für mich Entspannung, Abschalten, den Körper fühlen, das Glücksgefühl danach (hubs schon wieder!). Und Laufen ist Nachdenken, Stille und Meditation.

UND das alles ist Luxus und zwar in Massen. Das alles ist das Gewebe in dem sich immer mal wieder die Momente der Glückseligkeit verheddern und darum … ja ich glaube darum muss ich mich selten aufraffen … darum gehe ich einfach laufen.

Frage 2) Seit wann läufst Du?

Eingangs habe ich beschrieben, dass ich gefühlt schon immer laufe. Und das ist wahrscheinlich auch so. Nur als Sport oder besser als eigenständigen Sport, habe ich es erst seit vielleicht 20 Jahren begriffen.

Denn es ist klar: Spielt man Fußball dann muss man laufen. Aber wenn man nicht laufen muss ist es auch gut.

Später wurde das Laufen eine Trainingsmethode für sämtliche Varianten des Bergsports.

Dann im Berufsleben wurde Laufen zum Ausgleich und zum Sport, den ich auch sehr einfach im Zug oder Flugzeug mitnehmen konnte.

Jetzt – ist es einfach Lebensinhalt und darum nicht einfach zu beschreiben. Frag Dich mal … warum atmest Du? – Auch nicht einfach zu beantworten 😉

Frage 3) Was sind Deine Rekorde?

Wettkämpfe waren für mich nie wichtig und immer ein schönes Erlebnis. Ich bin einige Rennen im Mittelfeld mitgelaufen und habe auch des öfteren zufrieden meine Durchschnitts-Pace registriert aber schnell – wirklich schnell war ich nie.

Auch halbe und ganze Marathons stehen auf der Erfolgsliste.

Was sich als Highlight sicher eignet, ist sicher mein Finischer-T-Shirt von den 100 km in Biel. Wenn es einen Rekord gibt. Ja dann den.

Frage 4) Was ist Dein allerschönstes Lauf-Erlebnis?

Gerade heute Morgen würde ich sagen. Das war mein schönstes Lauferlebnis. So wie ich fast jeden Tag ein schönstes Lauferlebnis habe. Aber um das geht es Dir bei der Frage nicht – denke ich 🙂

Mein Lauf um den Chiemsee. Ja daran kann ich mich erinnern und da gibt es Passagen, die immer noch, einfach nur Stolz auslösen.

Und ja mein Biel Projekt.

Aber dann auch die Samstags-Projekte wie „Einmal einen Marathon vor dem Frühstück laufen“.

Oder zwar eher kein Laufprojekt wenn es auch mit den Beinen verwirklicht wurde. Mein Weitwanderweg auf dem Münchner Jakobsweg zum Bodensee.

Doch am allerschönsten war doch mein Lauf um den Chiemsee. Den ganzen Tag den See zu erleben und mich beim Laufen einfach treiben zu lassen war einfach schön. Das Laufen nicht als Wettkampf zu verstehen sondern wie eine Wanderung nur ein wenig schneller und weiter. Einfach die Füße traben zu lassen und zwischen drin ein kurzes Bad und dann wieder weiter. Das ist Laufen wie für den Menschen gemacht. Die Welt unter die Füße zu nehmen … 🙂

Frage 5) Welche Frage habe ich vergessen?

Vielleicht ist das keine Frage an einen Läufer und doch ist es eine Frage an den Menschen hinter dem Läufer. Und der Mensch ist es ja, der dann zum Läufer wird. Also eine Frage könnte sein:

Was ist Dir als Läufer wichtig?

Und da steht ganz vorne meine Familie. Dann sicher mein Beruf und meine Ehrenämter und all die Menschen mit denen ich das Leben teile.

Thematisch kristallisiert sich immer mehr die Welt heraus in der ich Laufe: Die Natur – die Umwelt – und wie ich als Läufer möglichst wenig kaputt mache. Oder auch, wie ich als Mensch möglichst viel neues lernen kann um mich als Teil dieser Welt, zum Gewinn für die Welt, in dieser Welt bewegen kann.

Und das ist sicher das große Projekt für die 2. Lebenshälfte in der mich das Laufen sicher begleiten wird 🙂

 

Ich wünsch Dir das Beste ... Bis zum nächsten Mal! Dein Hans [ ツ ]

5 Gedanken zu „Warum läufst Du? – Blogparaden-Interview“

  1. Vielen lieben Dank, dass Du bei meiner kleinen Blogparade mitgemacht hast! Wenn ich mir noch etwas wünschen darf, dann würde ich Dich bitten: welches der genannten Erlebnisse (Frage 4) ist denn nun das aller-aller-schönste? Ich verstehe, dass es sicher nicht einfach ist, nur einen Punkt zu nennen. Aber vielleicht kannst Du das ja doch? 😉

  2. Hi Hans!
    Genau das macht es aus, finde ich: dass man gar nicht so wirklich benennen kann, was das schönste Lauferlebnis ist, weil es immer auf den Moment ankommt. Manchmal merkt man erst hinterher, in was für einem Flow man war. Und wann gibt es das heutzutage sonst noch, dass nur der Augenblick zählt?
    Viele Grüße
    Markus

    1. Hallo Markus,
      Flow, so nennt man das und wer es erlebt hat, kann nur noch grinsen 🙂
      Ich hab nochmal nachgelegt und die Frage 4 ein wenig weiter gefasst. Tatsächlich gibt es vielleicht immer Erlebnisse, die Wendepunkte darstellen.
      Und das glaube ich war so einer …
      Viele Grüße,
      Hans

  3. Hallo Hans,
    schöne Gedanken zu Eddy’s Fragen… Auch Deine Frage 5)… Ich selbst hatte neben Beruf und Famile noch 4 Ehrenämter… Dazu war ich noch durchaus -auf meinem Level- ambitioniert am Laufen. Irgendwann ist mir das in Summe einfach zu viel geworden… Mittlerweile konnte ich die Ehrenämter in gute Hände weitergeben (meine Kids sind der KiTa entwachsen) und ich kann mich auf das Wesentliche konzentrieren, die Familie und ich laufe einfach aus Spaß an der Freude… Was gibt es schöneres…

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