Von der goldenen Stunde, Sternen, Blut und dass alles weiter geht

Der Morgen lädt zu Laufen ein. Eine kurze 10km Runde stehen auf dem Programm. Die Schuhe warten schon ungeduldig und freuen sich als endlich das Herrchen kommt.

Es ist noch dunkel und die Morgendämmerung ist schon erahnbar. Zwei kleine Runden im Hamsterrad und dann ist sie da die goldene Stunde, die mich auf den Bahndamm führt.

Der Trail verläuft zwischen satten Frühlingswiesen in einen lichten Wald. Der See taucht auf und die Sonne, noch nicht sichtbar, gibt alles, was der Morgen bieten kann, auf dem Rücklauf.

In dieser göttlichen Stimmung fallen plötzlich Sterne vom Himmel und statt eines Armagedons ist es mein Zeh, der auf einmal mitten im Tagesgeschehen steht.

Mit dem ehrfürchtigen Blick nach oben hatte ich eine, nicht zu kleine, Wurzel übersehen und nun spüre ich am Boden sitzend, wie der dünne Stoff meiner Natural Running Shoes ganz natural bloody wird.
Gottseidank ist der Schuh rot sonst würde ich auch noch visuell auf das Desaster hingewiesen.

Der letzt Teil heimwärts läuft etwas holprig mit dem heißem Zeh.

Fazit nach einem Tag des Leidens:

Es ist fantastisch wie so ein großer Zeh der Mittelpunkt des Läuferlebens werden kann.

Es ist unglaublich wie Jammern über etwas, was man nicht ändern kann, über einen hereinbricht.

Es ist nervig, dass ich gar nichts zum Heilungsprozess beitragen kann.

Und es ist schon genial, dass der Körper alles wieder richtet und sich selbst wieder auf die Laufstrecke bringt.
Und das nur mit der Zutat Zeit.

Und die gebe ich ihm jetzt 🙂

Ich wünsch Dir alles Gute …
… und weiter geht’s nach der : “Laufpause!”

Bis zum nächsten Mal! Dein Hans [ ツ ]

Ich wünsch Dir das Beste ... Bis zum nächsten Mal! Dein Hans [ ツ ]

2 Gedanken zu „Von der goldenen Stunde, Sternen, Blut und dass alles weiter geht“

  1. Wenn die Füße, in deinem Falle sogar nur der Zeh, nicht mitspielen, läuft´s beim Laufen nicht. 😉
    Ich hoffe Du bist wieder komplett hergestellt!

    Gruß Gerd

    1. Alles wieder hergestellt. Ein Schock war das schon und jetzt bin ich begeistert, wie schnell sich mein Körper selber reparieren kann …
      … Sollte sich mein Auto mal ein Beispiel daran nehmen 😉

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