Typische Laufverletzungen: Schnelle Heilung oft möglich

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Typische Laufverletzungen: Schnelle Heilung oft möglich

Die eigene Fitness nimmt für die Mehrzahl der Bundesbürger inzwischen einen vergleichsweise hohen Stellenwert ein. Laufen, Schwimmen oder Radfahren – körperliche Belastungen sind in. Aber gerade bei einem intensiven Lauftraining kann es zu zahlreichen Verletzungen oder Blessuren kommen, die der Freude an dem Fitnessprogramm einen deutlichen Dämpfer verpassen können. Dabei gibt es eine Vielzahl an Verletzungen, die mit sofortigen Gegenmaßnahmen zeitnah in den Griff zu bekommen sind. Bei anderen kommen Betroffene kaum ohne Medikamente oder gar ohne operative Eingriffe aus

Muskelkater: Mikroverletzungen der Muskulatur bei ungewohnten Belastungen

Gerade bei ungewohnten Belastungen haben Einsteiger in der Regel schon nach wenigen Stunden, spätestens aber am nächsten Tag mit einem Muskelkater zu kämpfen. In der öffentlichen Wahrnehmung kommt ein Muskelkater gemeinhin durch eine Übersäuerung des jeweiligen Muskels zu Stande.

Nach den neuesten Erkenntnissen wird diese Annahme aber von etlichen Experten angezweifelt. Ihrer Meinung nach handelt es sich vielmehr um Mikroverletzungen der Muskulatur, die allerdings in kurzer Zeit jedoch komplett heilbar sind. Entspannungsbäder, eine vorsichtige Dehnung der jeweiligen Muskelpartien oder beispielsweise ein leichtes aerobes Training helfen diesbezüglich bei der entsprechenden Regeneration.

Die Achillessehne wird bei intensivem Training oftmals in Mitleidenschaft gezogen

Wenn nach dem intensiven Lauftraining demgegenüber die Achillessehne dick angeschwollen ist, sich warm anfühlt und deutlich schmerzt, kann von einer Achillessehnen-Entzündung ausgegangen werden. Diese kann das Gleitgewebe oder die Sehne selbst betreffen. In einem solchen Fall sollte eine rigorose Trainingspause eingelegt werden, da eine weitere Belastung für einen Teilriss der Achillessehne sorgen könnte.

Liegt diese typische Laufverletzung vor, ist eine vorsichtige Dehnung der Wadenmuskulatur ein probates Mittel, um einer Achillessehnen-Entzündung entgegenzuwirken. So kann einer Verkürzung in diesem Muskelbereich und damit einer Erhöhung der Zugkräfte vorgebeugt werden. Zudem sollte auf jeden Fall auf das Tragen von Fersenkeilen verzichtet werden, da auch das eine entsprechende Sehnenverkürzung begünstigt. Obligatorische Anwendungen mit Eis, Lymphdrainagen und physikalische Therapien wie zum Beispiel Ultraschall haben hier gute Erfolge erzielt.

Typische Laufverletzungen: Von der Muskelverhärtung bis zu Kniegelenk-Schmerzen

Als weitere typische Laufverletzungen gelten beispielsweise eine Sehnenscheiden-Entzündung im Bereich des Schienenbeins, eine Muskelverhärtung oder Muskelzerrung, ein Muskelfaserriss, eine Verstauchung und auch Verletzungen in Bezug auf das Kniegelenk. Dabei wird eine Sehnenscheiden-Entzündung meistens durch das falsche Schuhwerk oder einseitiges Lauftraining hervorgerufen. Mit wärmenden Kompressen bekommt ein Betroffener eine Entzündung dieser Art oftmals aber innerhalb von drei bis vier Tagen in den Griff. Manchmal muss aber auch zu entzündungshemmenden Salben (beispielsweise von Voltaren oder Sandoz). In argen Fällen sollte sogar zu Schmerzmitteln oder Kortison gegriffen werden. Eine Muskelzerrung sollte demgegenüber sofort nach Auftreten gekühlt werden; dabei empfehlen sich leichte Bewegungs- und vorsichtige Dehnübungen als hilfreich. Nach zwei bis drei Tagen kann die Entzündung mit „milder Wärme“ weiter behandelt werden.

Auch wenn viele typische Laufverletzungen mit kleinen Maßnahmen wie eine Behandlung mit Eis, Wärme oder Salben gut behandelt werden können, nimmt ein in Mitleidenschaft gezogenes Kniegelenk allerdings eine Sonderstellung ein. Bei Schmerzen im Kniegelenk sollte daher umgehend ein Arzt konsultiert werden, da sowohl der Gelenkknorpel, verschiedene Sehnen oder Außen- und Innenband wie auch der Meniskus oder die Kreuzbänder betroffen sein können. Verletzungen im Bereich des Kniegelenks stellen dabei sicherlich die unangenehmste Art von typischen Laufverletzungen dar. Zudem ist hierbei nicht selten eine arthroskopische Untersuchung oder anderweitige operative Eingriffe nötig. Bei leichteren Verletzungen im Bereich des Kniegelenks werden aber häufig gute Heilungserfolg mit dem Einsatz von entzündungshemmenden Mitteln, Ultraschall oder Eis generiert.

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