Kompressionsstrümpfe Test CEP Run Socks

Kompressionsstrümpfe Test – CEP Run Socks

Kompressionsstrümpfe Test?

Ich hatte die letzten beiden Wochen die Gelegenheit und das Vergnügen Kompressionsstrümpfe für Läufer zu testen. Das war für mich extrem spannend, bin ich doch eher ein puristischer Läufer, der Hightech beim Laufen grundsätzlich skeptisch gegenüber steht. “Schritt für Schritt und einer nach dem anderen” – das ist eine meiner Devisen …

Zwei Tatsachen haben mich aber dann doch aufmerksam gemacht. Zum einen die medizinische Herkunft von CEP und zum anderen das Thema Made in Germany, was mich ja auch in anderem Kontext sehr beschäftigt.

Kompressionsstrümpfe Test CEP Run Socks

Test CEP Run Socks

Dieser Testartikel besteht aus 2 Teilen:

  1. Vorstellung der Tests und mein Fazit – Für die schnellen Leser unter Euch, die einfach nur meine Meinung zu den Produkten wissen wollen, ist sicher das Testergebnis am interessantesten.
  2. Das Making-Of – Wie war es mit – CEP Run Merino Socks und CEP Run Ultralight Socks?
    Für jene, die wissen wollen, wie sich der Test  für mich abgespielt hat, habe ich zusätzlich diese spannende Geschichte meiner letzten Läufe.

Beiden Leser-Gruppen wünsche ich jetzt viel Spaß mit diesem Beitrag 🙂

(Vielleicht noch eines vorweg: Die Kompressionsstrümpfe wurden mir für den Test zur Verfügung gestellt und diese Testberichte spiegeln meine subjektiven Erfahrungen wieder. Ich bin kein Testinstitut und kein Mediziner aber ich bin ein erfahrener Läufer und so werde ich auch die Kompressionsstrümpfe von CEP bewerten, wie ich sie selber erlebt habe.)

Teil1: Vorstellung der Tests und mein Fazit

Dem Test zu den Kompressionsstrümpfen folgen eigentlich zwei Ergebnisse. Zum einen findest Du mein Fazit zu Kompressionsstrümpfen im Allgemeinen (A). Und danach stelle ich zwei verschiedene Ausführungen der Socks gegenüber (B).

A) Finde ich es besser mit Kompressionsstrümpfen zu laufen als mit normalen Laufsocken?

Ich kannte Kompressionsstrümpfe bisher nur von fremden Waden und ich bin mit meinen ganz normalen Laufsocken zufrieden nebenher gelaufen. So ergaben sich bei mir zu Beginn des Vergleichs ein paar Fragen, die ich im ersten Test klären wollte:

  • Was verspricht man sich von Kompressionssocken?
  • Halten die Strümpfe was sie Versprechen?
  • Ist es besser mit Kompressionsstrümpfen zu laufen als mit normalen Laufsocken?

Bei den Testkriterien orientierte ich mich an den Vorteilen, die CEP für das Laufen mit ihren Kompressionsstrümpfen angibt. Die Eigenschaften ließen sich gut gruppieren und während der Testläufe überprüfen. Weiter habe ich noch ein Kriterium zur Benutzung der Kompressionsstrümpfe angefügt.

Bessere Durchblutung – Bessere Sauerstoffzufuhr – Bessere Leistung:

Normalerweise schwellen meine Beine während eines langen Laufs ein wenig an. Ich binde die Schuhe nicht gerne eng, weil ich weiß, dass sie bald zu eng werden.

Mit den Kompressionsstrümpfen blieben meine Beine den ganzen Lauf über gleich. Kein Schwellen und immer ein angenehm straffes aber lockeres Gefühl in Fuß und Unterschenkel.

Das Thema „Bessere Leistung“ ließe sich nur im Wettkampfvergleich testen – dafür bin ich leider nicht professionell genug.

Muskel- und Gelenk-stabilisierend:

Durch die enge Passform wirkten meine Beine von Wade bis Fuß wirklich stabiler.

Ich konnte es mir mit einem Vergleich erklären. Es ist ein ähnlicher Effekt wie mit einem engen Oberteil, das eine aufrechte Haltung unterstützt. Es fühlte sich an, als ob die Kompression die Muskeln permanent ausrichtete.

Polsterzonen und Passform – Trockene Füße und Klima-Regulation

Die Strümpfe waren angenehm zu tragen und Schweiß wurde, wie von Funktionskleidung zu erwarten, gut vom Fuß abtransportiert. Ich neige gelegentlich schon zu Blasen und hatte mit den frischen Socken nach einem Halbmarathon keine 🙂

Handhabung

Es ist gewöhnungsbedürftig in die engen Strümpfe zu steigen. Eine detaillierte Gebrauchsanweisung liegt den Kompressionsstrümpfen bei und damit funktioniert es wirklich gut.

Zumindest wenn man wach ist. Als Frühmorgens-Läufer bin ich das nicht zwingend. Ich musste mich schon zusammenreißen, dass ich nicht zu grob wurde.

Mein Fazit:

Das Laufen mit den getesteten Kompressionsstrümpfen von CEP war für mich durchgehend angenehm. Die Kompressionswirkung balanciert den Fuß und die Unterschenkelmuskulatur gut aus und selbst bei km 20 hatte ich immer noch ein angenehm straffes aber lockeres Gefühl im Unterschenkel und vor allem im Fuß.

Das Anziehen muss gelernt sein. Das ist kein Problem für Wettkämpfe unter Tags. Jene, die oft sehr früh ihre Runden ziehen und die gerne erst beim Laufen aufwachen, haben hier was zum üben.

B) Vergleich zweier verschiedener Ausführungen der CEP Kompressionsstrümpfe

Ich lief einen Halbmarathon in den Run Merino Socks und während der Woche dann zwei 10 km Trainingsrunden in den Run Ultralight Socks.

Mein Fazit:

Die Modelle sind unterschiedlich und ich kann kein besser oder schlechter erkennen. Allerdings habe ich verschiedene Anwendungsfälle identifiziert.

Ist der Anteil der Merino-Wolle auch klein, so hatte ich doch das Gefühl, mit den Run Merino Socks um einiges wärmere Strümpfe zu tragen. Das ist vor allem im Winter ein Vorteil.

Die Run Ultralight Socks sind luftig und ich konnte eine viel größere Kühlwirkung spüren. Gerade bei heißen Rennen oder an heißen Sommertagen spielt das eine Rolle.

Damit ist mein Fazit eine Tabelle, wie ich die Einsatzschwerpunkte der beiden Kompressionsstrümpfe sehe.

Kompressionsstrümpfe Test CEP-Vergleich

Teil 2: Das Making-Of – Wie war es mit CEP Run Merino Socks und CEP Run Ultralight Socks?

Wie die Jungfrau zum Kind …

Wie oben in der Kurzfassung schon beschrieben bin ich beim Laufen nicht das Hightech-Wunder und auch rein modisch eher sparsam. Ich mag gute Produkte und hege und pflege sie dann viele Jahre lang. Modische Strömungen kann ich meistens aussitzen.

Und ausgerechnet ich wurde dann überrascht damit, dass ich Kompressionsstrümpfe zum Laufen testen durfte.

Und immer neugierig …

Da ich nicht nur genügsam sondern auch neugierig bin, fand ich doch sehr schnell Gefallen daran, weil Kompression scheinbar auch sport-medizinisch ein Thema ist an dem geforscht wird.

Dann kamen die Socks …

“Die sind doch viel zu klein!” War meine erste Reaktion, als ich ungeduldig die Päckchen aufmachte. Und tatsächlich war ein erster Versuch in den Strumpf zu gelangen … schwierig … “Read the f… manual” dachte ich mir und fand eine wunderbare Beschreibung, wie man die Kompression ans Bein bekommt. Also erst in den Strumpf greifen – an der Ferse nach links drehen – Fuß rein und hochziehen – fertig.

Das war dann doch wirklich leicht und auch nach neugierigen 20 Minuten wollte ich sie gar nicht mehr ausziehen – sie waren bequem!

Der Halbmarathon …

Wie testet man ein neues Kleidungsstück, das auch noch an einer so essenziellen Stelle sitzt, wie am Fuß? NICHT mit einem Halbmarathon möchte man meinen. Da es aber ein ultimativer Test wäre – wählte ich genau den …

Ich zog mir die Merino-Strümpfe schon Daheim an und spürte “Heute wird es super schnell …”. Wie so ein neues Spielzeug motivieren kann ist schon erstaunlich.

Am Start fand ich mich dann, ungewohnt, im ersten Block wieder unter so vielen Kompressionsstrümpfen und viele davon von CEP. “Hoffentlich lesen diese Profis nicht alle meinen Test!” dachte ich mir und dann viel der Startschuss.

Gut dass Erfahrung siegt und ich mich nicht von dem hohen Tempo da vorne mitreißen ließ. Ich belegte wieder meinen 5:10er Schnitt und genoss einen Halbmarathon an dem ich immer wieder kontrollierte, wie sich meine Füße fühlten.

Die Enge war nicht spürbar, nur ein angenehmen Gefühl, dass der Unterschenkel “aufgehoben” war.

Glücklich im Ziel und wieder daheim gab es erst einmal einen Ruhetag.

Wieder im Training …

Jetzt kamen die roten Flitzer der Ultralight Socks zum Einsatz. 10 km Intervall-Training in den gewohnten Morgenstunden. Ungewohnt war das Anziehen der Strümpfe im schläfrigen Zustand. Wenn ich normalerweise erst beim Laufen merke dass ich wach bin, musste ich mich erst einmal auf das Anziehen der engen Socken konzentrieren. Beim 2. Mal ging es dann auch um 5 Uhr morgens schon … besser …

Raus auf die Piste und nach einem Kilometer Einlaufen dann in die schnellere Etappe. Die Kühlwirkung der nun dünneren Strümpfe war klar zu spüren. Ansonsten waren diese leichten Strümpfe genauso angenehm zu tragen wie die Merinos.

Damit konnte ich mein Fazit abgeben – und Du hast es oben gelesen.

Hast Du Kompressionsstrümpfe beim Laufen und wie geht es Dir dabei?

Die Schilderungen sind meine ersten Erfahrungen mit Kompressionsstrümpfen.

Jetzt interessiert mich aber doch wie die Läufergemeinde das Thema sieht – gerade nachdem ich so viele Läufer mit den Kompressionsstrümpfen beim Halbmarathon gesehen habe.

Also bist Du ein Kompressionsstrumpfträger? 🙂

Ich wünsch Dir das Beste ... Bis zum nächsten Mal! Dein Hans [ ツ ]

4 Gedanken zu „Kompressionsstrümpfe Test – CEP Run Socks“

  1. Schaut man sich einen Marathon an, kann man schon schnell den Eindruck gewinnen, dass Kompressionssocken offensichtlich effektiv sind und die Leistung bzw. das Laufgefühl verbessern. Ich habe das Laufen bisher eher so wie du „puristisch“ gesehen und habe weitesgehend auf „Materialdoping“ verzichtet. Klar bei Schuhen macht man sich schon ein paar Gedanken, so bin ich auch bei Adidas boost gelandet (ausführlicher Test in meinem Blog). Irgendwie werde ich da gerade auch etwas „offener“ für und würde Kompressionssocken bestimmt auch mal ausprobieren. Darf ich fragen, ob dir die Socker für den Test zur Verfügung gestellt wurden?

    Viele Grüße, Martin

    1. Hallo Martin,

      ja „offener“ ist ein Punkt und doch bin ich ganz gerne ein ganz purer Läufer 🙂
      Ich mag es ganz wenig zu brauchen – auch wenn ich dann doch anerkenne und es genieße, wenn mir High-Tech schmeichelt 😉
      Genuss gehört halt doch auch zum Laufen!

      Viele Grüße,
      Hans

  2. Hallo Hans,

    Ich habe genau ein Paar 🙂 … Aber immerhin schon das zweite in Folge (nicht Cep sondern x-Socks). Ich nehme die, wenn ich mal sehr lang laufe und habe die auch schon bei einem 50er getestet. Sie tun Kopf und Körper bei langen Kanten gut.

    Fazit: Ich habe das Gefühl, das sie sicher nicht schaden, bin aber weit davon entfernt, von der Wirkung schwärmen zu können. Positiv ist das Tragegefühl, negativ die Optik.

    Ich kann mir aber auch vorstellen, dass die von Cep noch etwas stützender sind.

    Beste Grüße
    Sebastian

    1. Hallo Sebastian,
      ich kenne jetzt nur jene, die ich gerade testen durfte. Und ich bin mir sicher, dass ein Punkt ist, den Du angesprochen hast: „Sie tun dem Kopf gut“. Neues Spielzeug macht einfach Motivation.
      Bei der Optik bin ich nicht so „gschleckert“ 🙂
      Viele Grüße,
      Hans

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