Herbstzeit ist Planungszeit – oder vom Sähen und Ernten eines Läufers

Herbstzeit ist Planungszeit

Der Sommer ist vorbei und damit auch die Urlaubszeit.

Die ersten Nebelschwaden durchziehen das Tal in der Früh und nach dem Aufstehen merke ich gleich zu Beginn meines Morgenlaufs, dass es ja noch richtig dunkel ist!

So wie jetzt im Job wieder alles hoch läuft, so wetzt auch der Läufer seine Visionen. Die Sommerhitze bremst nicht mehr und wer nicht noch einen Herbstmarathon vor sich hat, findet zumindest jetzt ein paar Urlaubspfunde zu viel an der Läufertaille.

Und um die wieder los zu bekommen braucht es – Motivation.

Herbststimmung

Die alten Hasen wissen es: Laufen in den nächsten Monaten hat einen herben Reiz. Das Wetter ist nicht wie in der Werbung – Das Gefühl danach aber unbeschreiblich!

Nichtsdestotrotz braucht es auch ein paar Motivatoren, um die Begeisterung hoch zu halten damit ich auch wirklich aus der Haustüre schlüpfe, wenn es sich der Rest der Familie drinnen gemütlich macht.

Motivator Nr. 1: Laufen macht wieder ganz doll Spaß

Strandlauf in Südfrankreich

Den ersten Motivationsschub bekomme ich geschenkt, wenn ich nach den vielen „Regenerationsläufen“ an den südfranzösischen Stränden wieder heimischen Boden unter den Füßen habe.

Das Sonne-tanken hat meinen Beinen unheimlich gut getan. Mein Vitamin-D-Haushalt ist total regeneriert und durch das Crosstraining mit Schwimmen und Radfahren haben sich auch einige Wehwehchen wieder erübrigt.

Ich bin wieder zu hause! 🙂

Motivator Nr. 2: Neues Equipment

Ich liebe meine Laufschuhe und ich laufe sie auch gerne ein paar (100) km länger als empfohlen. Und trotzdem brauche ich jedes Jahr wieder Ersatz.

Ich habe mir abgewöhnt immer die neuesten Marken-Modelle zu tragen und damit weit über 100€ für ein paar Schuhe zu bezahlen. (OK manchmal mache ich es dann doch 😉 … ).

Aber gerade, weil ich mehrere Paar Laufschuhe parallel einsetze, bin ich auf günstigere Modelle angewiesen. Das geht sonst echt ins Geld!.

In Diskussionen um eventuelle Markenqualitäten sollte man bedenken, dass man für das Geld von einem neuen Paar Marken-Laufschuhen schon mal 5-10 Paar Eigenmarken-Laufschuhe bekommt …
(Im Onlineshop von Lidl gibt es Herrenlaufschuhe der Marke CRIVIT (hier *) für ungefähr 20-25 Euro pro Paar…“)

Läuferfüßlein

 

Und es ist eben gesünder für meine lieben Füße, eher günstiger einzukaufen und öfters mal die Schuhe zu wechseln!

Neue Laufschuhe sind wohl der größte Motivator für einen Läufer und dass sie auch motivieren und nicht schmerzen befolge ich eine Liste mit 5 Punkten beim Kauf eines Laufschuhs:

Die 5 wichtigsten Punkte um mich für einen Laufschuh zu entscheiden:

  1. Passt die Größe?
    Anprobieren ist ein Muss. Ohne den Fuß mal IM SCHUH in alle Richtungen gebogen zu haben und ein wenig damit herumgehüpft zu sein kann ich kein Vertrauen aufbauen.
  2. Passt die Freiheit für meine Zehen?
    Ich liebe es hier Platz zu haben.
  3. Wie sind die Ausschnitte am Fußgelenk?
    Mein Fuß muss sich hier bewegen können, ohne zu Scheuern!
  4. Wie ist die Verarbeitung?
    Laufschuhe sind leicht. Es sind keine Bergschuhe. Und trotzdem ist es wichtig, dass die Nähte der Belastung standhält. Ich muss mit so einem Schuh im Vertrauen umgehen, dass er sich in der nächsten Kurve nicht auflöst.
  5. Ist es mir Wert das Geld dafür auszugeben?
    Grundsätzlich ist mir das Design nicht so wichtig. Aber ich schaue schon drauf, dass ich mit den Farben nicht zu viel Selbstvertrauen brauche 😉
    Im Bereich der günstigen Laufschuhe ist zwar nicht viel Geld im Spiel aber doch möchte ich mit einem guten Gefühl den Schuh kaufen.

Etwas Neues zu haben und auszuprobieren – Vergleiche zu ziehen mit den alten Laufschuhen – Vielleicht einen neuen Lieblingsschuh zu finden, das ist für Läufer ein ständiger Motivator.

Motivator Nr.3: Planung und Analyse

Ich denke, das ist eher ein Punkt für die Männer in der Läufergilde. Planen, Daten sammeln und  Analysieren – das hat nichts mir Training zu tun und doch steckt so viel Motivation dahinter. Läufer zu sein bedeutet hier: auch neben dem Laufen sich damit zu beschäftigen.

Immer der Strasse entlang

Und so stellen sich Fragen über Fragen, die bebrütet werden müssen:

  • Welchen Lauf nehme ich mir vor?
  • Welche Distanz in welcher Zeit?
  • Wie muss ich Trainieren?
  • Sicher muss ich den Trainingsplan anpassen!

Die Bearbeitung solcher Fragen ist dann reine Motivation. Schnell finde ich in der Nähe die Winterlaufserie, die mich schon mal über die dunklen Wochen im Winter gebracht hat. Sie wird zum ersten Ziel.

Und dann?  Vielleicht schon mal einen Marathon planen? Am 1.5.2016 in Salzburg am Start stehen?
Mit meinen dann 42 Jahren ist eine Distanz von 42 km nur recht und billig 🙂

Schaun ma mal!

Bei Runnersmap findet sich immer was!

Auf das die Saht aufgeht!

All die beschriebenen Motivatoren sind nicht anderes als kleine Samenkörner, die gehegt, gepflegt und gepampert werden … im Wissen um die reiche Ernte im nächsten Frühjahr 🙂

Ich wünsch Dir das Beste ... Bis zum nächsten Mal! Dein Hans [ ツ ]

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