Herbststille

14-SieTrotzt

Herbststille

Sonntag Morgen. Der Herbst ist unverkennbar. Mit dem Nebel ist er in unser Tal eingezogen. Dieser liegt wie eine Decke über den Wiesen.
Die Emsigkeit des Spätsommers ist vorüber. Es ist noch gar nicht so lange her. Ein, zwei Wochen vielleicht, da war noch so viel zu tun.
Vereinzelt sehen ich weit weg den einen oder anderen Spaziergänger, den sein Hund bei diesem Wetter und um diese Uhrzeit aus dem Haus treibt.
Ich ziehe eine lockere Runde in unglaublicher Stille. Das Tap Tap Tap meiner Schuhe auf dem Feldweg bleibt der einzige Hall in diesem Tal.
Die Vögel sind vielleicht schon Weg in den Süden. Ganz sicher sind sie schon weg und die Arten, die dem Winter hier bei uns trotzen wollen haben jetzt keine Lust ihre Lieder zu singen.
Tap Tap Tab so geht es weiter durch den Wald schon biegt der Weg zum Ort zurück.

Die Stille ist nicht nur zu hören. Der Nebel macht die Stille auch sichtbar.
Ich sehe still. Das klingt komisch. Es ist aber das Gefühl das ich dabei habe.
Ich ertappe mich bei dem Gedanken, dass Laufen vielleicht gar keine Fortbewegung ist. Vielleicht stehe ich ja und ich treibe die Welt mit meinen Füßen unter mir weg. Gerade so wie ein Zirkusartist, der auf einem Ball vorwärts geht und sich in der Manege trotzdem rückwärts bewegt. Groteske Vorstellung. Gut dass ich meine Kilometer im Moment nicht protokolliere. Ich müsste ja Rückwärts zählen 🙂

Der Herbst ist die Zeit zum Nachdenken und das macht unheimlich Spass. Die Stille lädt dazu ein. Es ist so einfach dem nachzugeben …

Das Handeln wird Weihnachten wieder geboren.

Ich wünsch Dir das Beste ... Bis zum nächsten Mal! Dein Hans [ ツ ]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.